Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen (HEP)

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Klima- und Umweltveränderungen haben die Evolution der Homininen entscheidend geprägt – und auch für die Zukunft des Menschen spielen seine Beziehungen zur Umwelt eine zentrale Rolle. Die Forschungsfragen des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen (kurz Senckenberg Centre HEP) sind sehr aktuell, auch wenn sie weit in die Vergangenheit reichen: Ziel ist, die Evolution der bio-kulturellen Diversität der Homininen sowie die Entwicklung der Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Menschenformen und deren Umwelt langfristig zu erforschen. Dazu werden moderne wissenschaftliche Methoden wie genetische, isotopengeochemische, computertomographische Aufnahmen und geochronologische Verfahren genutzt.

Das Senckenberg Centre HEP bietet dafür exzellente Voraussetzungen. Aus einer großen Tradition ist in Tübingen die deutschlandweit einzigartige Situation entstanden, dass sich an einem einzigen Standort Wissenschaftler*innen sechs verschiedener Fachrichtungen mit der biologischen und kulturellen Evolution des Menschen beschäftigen. Sie gehen den Fragen in sechs Arbeitsgruppen nach, die jeweils von Professor*innen der Universität Tübingen geleitet werden:

  • Ältere Urgeschichte und Quartärökologie
  • Archäo- und Paläogenetik
  • Biogeologie
  • Geoarchäologie
  • Paläoanthropologie
  • Paläontologie

Weitere enge Partner sind Senckenberg-Arbeitsgruppen in Frankfurt und Weimar.

Die Idee zu diesem Forschungszentrum stammt aus dem Langzeitprojekt „The Role of Culture in Early Expansions of Humans (ROCEEH)“, das seit 2008 von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften getragen und in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen sowie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung betrieben wird. Es bildet auch weiterhin einen wichtigen Teil des Zentrums. Seit 2016 ergänzen die Tübinger Forschungen zum weltweit einmaligen altsteinzeitlichen Fundplatz Schöningen (Niedersachsen) das Projektportfolio des Senckenberg Centre HEP, welches zum 1. Januar 2017 als Teil von Senckenberg in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen wurde.

Neben den langfristigen Perspektiven für die Erforschung der Frühzeit des Menschen leistet das Senckenberg Centre HEP auch wichtige Beiträge zu einer nachhaltigen und vielfältigen Lehre sowie in der Betreuung und Weiterentwicklung der einzigartigen paläontologischen und archäologischen Sammlungen am Standort Tübingen. Seit Juli 2017 sind die „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ UNESCO-Welterbe, welches wissenschaftlich maßgeblich durch die Arbeit des Senckenberg Centre HEP getragen wird.

 Senckenberg Centre HEP: https://www.senckenberg.de/de/institute/shep/

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