Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik

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Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik hat sich zum Ziel gesetzt, die Informationsverarbeitung im Gehirn von Mensch und Tier zu verstehen. Mit einem breiten experimentellen und theoretischen Methodenspektrum – von elektrophysiologischen Ableitungen über bildgebende Verfahren bis hin zur Virtuellen Realität – arbeiten über 200 internationale Wissenschaftler*innen dreier Abteilungen und mehrerer Forschungsgruppen daran, diesen Prozess zu entschlüsseln. Das Institut ist eines von drei Max-Planck-Instituten in Tübingen und von insgesamt über 80 Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft.

Zu den Schwerpunkten der Abteilung Hochfeld-Magnetresonanz gehört die Methodenentwicklung der Magnetresonanztomografie (MRT) bei sehr hohen Magnetfeldstärken. Mit dem institutseigenen 9,4-Tesla-Human-Magnetresonanztomografen und dem 14,1-Tesla-Tier-Magnetresonanztomografen, die jeweils zu den stärksten MRT-Systemen der Welt zählen, können die zurzeit detailreichsten Gehirnscans erstellt werden. Die Gruppe untersucht die Signalentstehung in Gewebe und Organen und forscht an der Optimierung von Hardware und Software, um die Daten im hohen Magnetfeld interpretieren zu können.

Der Fokus der Abteilung Physiologie kognitiver Prozesse liegt auf der Erforschung neuronaler Netzwerke. Die einzigartige Kombination von elektrophysiologischen Ableitungen und Magnetresonanztomografie ermöglicht es, einen Blick auf das gesamte Gehirn und zur selben Zeit auf die Aktivität einzelner Neuronen zu werfen. Die Wissenschaftler*innen wollen so die Prozesse im neuronalen Netzwerk entschlüsseln, beispielsweise die Funktionsweise des Gedächtnisses. Zudem forscht die Gruppe an den Vorgängen beim Lernen, beim Erkennen von Objekten und bei der Entscheidungsfindung.

In der Abteilung Wahrnehmung, Kognition und Handlung liegt der Ansatz wiederum darin, mithilfe von kontrollierten Wahrnehmungsexperimenten die Vorgehensweise des Gehirns bei der Objekt-und Gesichtserkennung, der sozialen Interaktion und Raumkognition nachvollziehen zu können. Außerdem arbeitet sie daran, die aus der menschlichen Wahrnehmung gezogenen Erkenntnisse auf intelligente Roboter und Mensch-Maschine-Schnittstellen zu übertragen. Dies untersuchen sie sowohl anhand von Psychophysik-Experimenten als auch mit Methoden aus der System- und Kontrolltheorie, der Computer-Vision, der Virtuellen Realität (VR) und mithilfe weltweit einzigartiger Bewegungssimulatoren.

www.kyb.mpg.de

www.cyberneum.de

Aktualisiert 16/08/2016 4:20pm

In Kürze

  • Das Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik ist eines von über 80 Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft.
  • Kognitive Prozesse verstehen zu lernen, ist Ziel der Grundlagenforschung des imJahr 1968 gegründeten Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik.
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